Week 08

20/02/2017 - 26/02/2017 (KW 08)


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Tue 21 Feb

Utopia des Dazwischen* #1 Endet es immer in Bobo-Beisl und Luxuswohnung?

DISKUSSION, Kooperationsveranstaltung von Kulturzentrum Amerlinghaus, IG Kultur Wien, mo.ë, ÖGFA, 19:00


Welche Stadtutopien stecken in Zwischen- und Leerstandsnutzung, besetzten Häusern, Anti-Gentrifizierungskämpfen? Wohin entwickelt sich das Potenzial, das in urbanen Bewegungen steckt? Wie wird ein besetztes Haus entweder zum Bobo-Beisl oder aber zur solidarischen Einrichtung? Warum scheint uns der Weg Richtung Kommerzialisierung selbstverständlicher als der Weg zum dauerhaft selbstorganisierten Kulturraum? Was bedeutet Gentrifizierung heute? Wie stellen wir uns einen lebbaren (und das heißt nicht zuletzt auch: leistbaren) Stadtteil vor?

Mit einem historischen Blick auf urbane Bewegungen geht es uns darum, die mögliche Zukunft der gegenwärtig umkämpften Stadträume zu denken, Handlungsoptionen aufzuzeigen, handelnde Personen kennenzulernen. Was ist aus den Bewegungen seit den 1970er Jahren geworden, wohin bewegen sich aktuelle Konflikte?

Die Veranstaltung findet im mo.ë statt, das sich seit einigen Jahren für sein Bestehen als Kunst- und Kulturraum gegen einen prototypischen Immobilienverwertungsprozess im Brunnenviertel engagiert. Mögliche Zukunftsthemen rund um das Brunnenviertel wollen wir auch anhand der Vergangenheit des Vergleichsbeispiels Spittelberg verhandeln. In beiden Fällen, an beiden Orten, geht es um die Bandbreite an aktiven Personen – Bewohner_innen, Kinder, Architekt_innen, Künstler_innen, Kulturschaffende und Kulturräume bis hin zur Verwaltung und Stadtplanung. Was waren und sind heute die Instrumente und Werkzeuge, um Stadthäuser vor Spekulation zu schützen und Stadtraum leistbar zu halten? Und was sind unsere Zukunftsvorstellungen – bis hin zu positiv "besetzbaren" Utopien – für diese Räume? (Text: Gabu Heindl)

Impulsvorträge
Alisa Beck, Kunsthistorikerin und Kulturwissenschafterin, seit 2008 an verschiedenen Kultureinrichtungen in Weimar, Leipzig, Paris und aktuell im Kunstverein mo.ë in Wien tätig
Christoph Reinprecht, Ao. Univ.-Prof. am Institut für Soziologie, Universität Wien, Vorstandsmitglied im Kulturzentrum Amerlinghaus
Mara Verlic, Stadtsoziologin in Wien, forscht und lehrt zu sozialen Ungleichheit in Wohnen und Stadt und arbeitet in der gemeinwesenorientierten Stadtteilarbeit"

erweiterte Podiumsdiskussion mit (angefragt)
Ivana Pilic, Kommunikationswissenschafterin, Künstlerische Leitung des Wiener KunstSozialRaums Brunnenpassage
Josef Redl, Wirtschaftsredakteur beim Falter
Ula Schneider, Leiterin der Serviceagentur Kreative Räume Wien – Büro für Leerstandsaktivierung und des Festivals Soho in Ottakring
Kurt Smetana, Architekt und Stadtplaner, Wien
Moderation: Gabu Heindl, Architektin, ÖGFA

https://oegfa.at/programm-1/diskussionsveranstaltungen/utopia-des-dazwischen-1

* Mit dem "Utopia des Dazwischen" endet der letzte Satz in Siegfried Kracauers Buch History – The Last Things Before the Last (1969), in dem es um Geschichte als eine Erfahrung des Unvorhergesehenen im Alltäglich-Gelebten geht.

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Wed 22 Feb

#freezetheframe

VERNISSAGE, 19:00

Mit: Florian Aschka, BA/NU, Isabel Belherdis, Sarah Bildstein, Alexandru Cosarca, Royl Culbertson III, Zoe DeWitt, Julia Fuchs, Larissa Kopp & Jelena Mici?, Benjamin R. Kuran, Ernst Miesgang, Rini Mitra, Claudia Nikollaj, Lukas Noehrer, Heti Prack, Lale Rodgarkia-Dara, Dieter Stöhr, Miroslava Svolikova

Schnappschuss
Der flüchtige Moment, Das Zufällige, ein Detail – die Ausstellung „Freeze the Frame“ stellt die Frage nach den künstlerischen Möglichkeiten, einen kleinen Ausschnitt der uns umgebenden Welt dem Lauf der Zeit zu entreißen, zum Objekt und damit zum Kunstwerk zu machen. Diese vielzitierte Eigenschaft der Fotografie, eine Erfahrung des Todes im Kleinen zu sein, da ja das abgebildete Subjekt „sich Objekt werden fühlt“ (Roland Barthes), erhält im digitalen Zeitalter eine ganz neue Dimension. Auf Plattformen wie Instagram werden unglaubliche Mengen von Momentaufnahmen unterschiedlichster Art gesammelt, sortiert und in Kategorien eingeteilt. Diese Sammlungen und ihre Rezeption durch die anderen User prägen wiederum rückwirkend die Selbstwahrnehmung und Identität derjenigen, die sie hergestellt haben. Was zeichnet einen Schnappschuss aus? Einzig die Tatsache, dass eine vorgefundene Situation festgehalten wird? Dass in die dargestellte Situation nicht eingegriffen wird? Ein Schnappschuss behauptet immer Authentizität, Anwendung eines maschinellen Verfahrens auf eine Situation und größtmögliche Neutralität. Oft tritt er als Nebenprodukt von Kunst auf, als zufällig entstandenes, einmaliges Ereignis. Die KünstlerInnen dieser Ausstellung setzen sich in den verschiedensten Medien mit diesen Fragestellungen auseinander, rücken scheinbar Nebensächliches ins Rampenlicht und hinterfragen dabei auch ihre eigenen künstlerischen Praxen.

https://instagram.com/freeze_the_fram/


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Fri 24 Feb

(In) the Abyssity of the Grounds

LIVE, doors 19:00, stage 20:00

With: Margaret Unknown (voice, guitar electronics), Vid Drašler (drums), Philip Leitner (electronics), Mario Rechtern (reeds, violin) and Linda Shamrock (voice)

In our limited perception of reality and the continuous influence of fictional, layered “digitalism” and artificiality everybody is confronted with day after day, an unreality of life itself is manifesting and taking it’s part. The DISABILITY of society to overcome the babel complex, the confusion of tongues, is the fear of our diversity. The essence of live is change, the essence of evil is backwards. Because THIS is what you do not see. It’s what you carry inside and transcend to something haptic and only then recognize as real, while all other appearances are mirages and projections, nostalgias or resentiment - the ghosts of the underworld.

(I)TAOTG is an ongoing shifting-ensemble with an x variable of members. Instead of working with a fixed group – perfecting the interaction in a known environment – it works with a more organic process of evolution, slowly establishing a language and connection between the pool of likeminded artists, not bound by borders or locality.

Since 2011 it’s constantly changing and evolving around the core group of Margaret Unknown, Mario Rechtern and Linda Sharrock.

http://margaretunknown.com/the-abyssity-of-the-grounds/
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Sat 25 Feb

BURLIN MUD presents: Metal Mang Orkæstra | AVA: Moving Spaces (Brno/Bratislava)

LIVE | PERFORMANCE, doors 19:00, stage 20:00

AVA collective is a group of music producers, promoters and DJs residing in Brno, Czech Republic. For years, AVA has been bringing seemingly invisible urban spaces into life by concerts, performances and parties ranging from experimental techno to electro-acoustic improvisation or ambient music. With Moving Spaces, AVA is taking one step further in their interest to invite listeners to interaction with a space they are visiting. An improvised performance made up with field recordings from different places around the world, using 4-channel sound setup, is inviting listeners to create their own unique experience by moving within the space. The body is a channel bringing different spaces together in unique time, unique movement and always a new, unique space.

AVA: Moving Spaces
Snediggen Snurssla
Matej Kotoucek (Sun Drugs, Sky To Speak)
Marek Salamon (Spectral Index, Ohmplain)
Andrej Nechaj (Tatratank)

https://soundcloud.com/ssnurssla/ssnurssla-live-kafara26-10-2016
https://facebook.com/avantyry/
https://soundcloud.com/avakolektiv/live-at-prototyp-2016



https://facebook.com/events/181520152333915/